Zeitungsartikel....

New York Times  18. Oktober 1913

"….Eines der größten Kaufhäuser Berlins, entdeckt die Tangomanie, und hat kürzlich eine Tango Tee Veranstaltung eingerichtet, um Kundschaft anzulocken. Beurteilt man dies nach den Schlangen von Menschen die vor der Eröffnung des Tango Tee´s diese Woche zu sehen waren, erscheint diese Innovation eine größere Anziehung zu haben als der Schlussverkauf.  

Je weiter die Saison voranschreitet und der Winter näher rückt, wird zunehmend offensichtlich, dass der Tango die Suprim der Gesellschaft die nächsten 6 Monate einnehmen wird: Die Gesellschaft ist völlig verrückt
danach. Leute die nie getanzt haben überrumpeln sich und versuchen Unterricht für $2.50 oder $3:75 für die halbe Stunde zu bekommen. Das sind Preise, welche Tango Lehrer ohne Schwierigkeit verlangen können.
 
Ein sehr bekannte Frau der Gesellschaft erzählte diese Woche: 'Worüber wir uns die Köpfe zerbrechen, ist die Frage ob der Tango sich in den heiligen Tanzsaal des Kaisers wagt, wo bis jetzt nur anerkannte, formelle und korrekte Tänze erlaubt waren. Die Kaiserin ist eine besondere Gegnerin. Rigoros wird der skandalöse 'one-step' abgelehnt. Nur ein mutiger Prophet würde behaupten das der Tango sein Weg in den Hof finden wird, aber wenn nicht, werden die Hofbälle künftig noch trostloser und langweiliger denn je. "