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Anschreiben an die Redaktion:

(30. Januar 2008)

Guten Tag Herr Bay,

wie Sie sicherlich wissen, erreichen mich täglich viele Zuschriften zum Thema Tango. Als hauptberufliche Managerin eines Tango-Ensembles (www.las-sombras.de) und Tänzerin mit über 45 jähriger Tanzerfahrung bin ich normalerweise auf alle Fragen vorbereitet, nun aber schreibt mir Herr W. aus Tettnang
„… Sehr geehrte Madame Rosalie…ich bin vollkommen ratlos, meine Frau hat nur noch Tango im Kopf. Sie hat mich gezwungen ein Wohnmobil zu kaufen mit dem wir am Wochenende von Milonga zu Milonga fahren, sie besitzt mittlerweile rund 60 Paar Tanzschuhe und beschäftigt zwei private Tanzlehrer… was kann ich tun?rosalie.jpg

"
Nun Herr Bay, jetzt sehen Sie was sie mit Ihrer zugegebenermaßen gut organisierten online Plattform anrichten. Tangosüchtige geraten immer tiefer in den Strudel des 4/8 Taktes! Das gab es schon einmal vor fast hundert Jahren. Wie der folgende Zeitungsartikel aus der New York Times von 18 Oktober 1913 beweist. Bitte bedenken Sie die Folgen , wenn Sie wieder einmal einen Newsletter verschicken!!!

    Hochachtungsvoll  Madame ROSALIE
     
New York Times  18. Oktober 1913

….Eines der größten Kaufhäuser Berlins, entdeckt die Tangomanie, und hat kürzlich eine Tango Tee Veranstaltung eingerichtet, um Kundschaft anzulocken. Beurteilt man dies nach den Schlangen von Menschen die vor der Eröffnung des Tango Tee´s diese Woche zu sehen waren, erscheint diese Innovation eine größere Anziehung zu haben als der Schlussverkauf.  Je weiter die Saison voranschreitet und der Winter näher rückt, wird zunehmend offensichtlich, dass der Tango die Suprim der Gesellschaft die nächsten 6 Monate einnehmen wird: Die Gesellschaft ist völlig verrückt
danach. Leute die nie getanzt haben überrumpeln sich und versuchen Unterricht für $2.50 oder $3:75 für die halbe Stunde zu bekommen. Das sind Preise, welche Tango Lehrer ohne Schwierigkeit verlangen können.
 
Ein sehr bekannte Frau der Gesellschaft erzählte diese Woche: 'Worüber wir uns die Köpfe zerbrechen, ist die Frage ob der Tango sich in den heiligen Tanzsaal des Kaisers wagt, wo bis jetzt nur anerkannte, formelle und korrekte Tänze erlaubt waren. Die Kaiserin ist eine besondere Gegnerin. Rigoros wird der skandalöse 'one-step' abgelehnt. Nur ein mutiger Prophet würde behaupten das der Tango sein Weg in den Hof finden wird, aber wenn nicht, werden die Hofbälle künftig noch trostloser und langweiliger denn je.


(30. November 2007)
Mein lieber Herr Bay!
  
        Anbei sende ich Ihnen ein kleines Info zum Konzert am 29.12 in Basel.
Was ich auf Ihrer Seit vermisse, ist ein Benimm-Kodex zum Thema Tango. Eine Art Tango-Knigge.  Ich möchte doch in aller Dringlichkeit auf solch eine Rubrik bestehen. Die Sache liegt mit am Herzen, von daher wende ich mich auch an Sie, den bekannten Tangofunktionär. Ich bitte dies einmal mit Ihrer Gattin und diesem Fräulein Heide zu besprechen, dass scheinen Damen von Welt zu sein, die mein Anliegen sicherlich nachvollziehen können. Sie als Lehrkörper haben hier eine besondere Verantwortung.
               Hochachtungsvoll  Madame ROSALIE
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Verehrte Fräulein Rosalie,
im Hinblick auf die Bedeutung der unten angekündigten Veranstaltung, war es mir eine Ehre Ihre Daten höchst persönlich in der Homepage einzupflegen.  (Honorierung wie abgesprochen) 
Leider war es mir nicht ohne die  Zuhilfenahme der  Super Administratorin in Augsburg möglich, weswegen es erst jetzt am späteren Nachmittag möglich wurde. (Gott sei Dank das die Post nicht mit der Postkutsche befördert wird)
Bezugnehmend auf ihre Anfrage zum  Benimm-Kodex, möchte ich für heute soviel verraten, dass wir dieses ebenfalls ernst nehmen und zur gegebenen Zeit die nötige Rubrik unter  " Vermischtes "   einrichten werden. Die arg strapazierte Super Administratorin kurz Manu genannt möchte ich vor dem Jahres wechsel mit weiteren  Fragen dieser Art nicht belästigen.
So hoffen wir, dass Tango am Bodensee Team ganz aufrichtig, dass Sie sich mit dem  Zettel am Pinnwand - bestimmt aus ihrem Büro angeheftet - mit dem Hinweis auf solch ein wichtiges Thema,  Benimm-Kodex, zufrieden geben.
       Stets zu Ihren Diensten,
       ihr,
       Arthur Bay

Weiteres folgt!

 


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